Am 5. Juni feiern wir den heiligen Bonifatius, Apostel der Deutschen. Er war es, der mit unermesslichem Mut das Kreuz im Herzen unseres Landes aufgerichtet hat, um dort den Glauben und die Hoffnung zu verwurzeln.
722 wurde er vom Papst zum Missionsbischof geweiht und beauftragt, die Kirche in Germanien zu ordnen:
„Feuer und die Erde zu bringen ist unser Herr gekommen. Dieses heiligbringende Feuer lodert in Dir. Wir beauftragen Dich, mit ihm zu den Völkern zu gehen, die noch im Irrtum des Unglaubens befangen sind“ (Papst Gregor II).
Bonifatius gründete Zahlreiche Kirchen und Klöster und zerstörte viele heidnische Heiligtümer. Besonders bekannt ist die Überlieferung, nach der er eine dem Gott Thor geweihte Eiche fällte und aus deren Holz eine Petrus geweihte Kirche erbaute, aus der später das Kloster Fritzlar wurde.
Oft musste er unter dem Widerspruch des fränkischen Adels arbeiten und kam sich vor wie ein Schiff, das auf stürmischer See nur mühsam vorwärts kommt. 745 berief er auf Wunsch des Papstes und der fränkischen Könige eine Reichssynode ein, bei der er die Bischöfe dem Papst den Treueid schwören ließ. Ein Jahr später, gründete er das Kloster Fulda, eine Musterschule für ganz Deutschland, und der Höhepunkt des religiösen Schaffens des greisen Missionars. Im Alter von 80 Jahren ging er ein letztes Mal zu den Friesen, wo er am 5. Juni 754 zusammen mit anderen Missionsgefährten den Märtyrertod erlitt. Er wurde in Fulda beigesetzt.
Mit Recht bekam Bonifatius den Titel „Apostel der Deutschen“.
Bonifatius lebte in einer Zeit des Umbruchs. Sein Zeugnis kann auch uns heute, da wir erneut eine Zeit des Umbruchs durchleben, dazu anregen, die christlichen Grundlagen unserer Gesellschaft zu achten und es bleibt eine wichtige Aufgabe, dieses Licht in unseren Herzen wachsen zu lassen.
Am Freitag, dem 5. Juni, gewidmet dem Heiligen Bonifatius, wird unsere wöchentliche Messe, ganz besonders für Sie und für die Gebetsanliegen, die Sie uns anvertrauen möchten, gefeiert.
Das, was Sie belastet, in die Hände Gottes zu legen, bedeutet bereits, der Hoffnung wieder Raum zu geben.
Möge der heilige Bonifatius uns helfen, einen Glauben zu bewahren, der im Vertrauen verwurzelt und auf die Hoffnung ausgerichtet ist.
Im Gebet verbunden,
Fabienne Müller
Allianz Göttliche Barmherzigkeit
Heilige Hildegard von Bingen:
„O Bonifatius, das lebende Licht erschaute dich,
dem weisen Manne du gleichst.
Die reinen Ströme, Gott entquellt,
hast du zu Gott geleitet,
da du der Blumen Blüten benetztest.
Freund warst du dem lebendigem Gotte,
voll Licht eine Kristall, voll Wohlgefallen,
auf rechtem Wege, da du gewandelt in Weisheit“.

