Gott ist Mensch geworden und am Kreuz gestorben, um die Menschheit zu erlösen. Dessen gedenkt die Kirche besonders am Fest Kreuzerhöhung, das am 14. September begangen wird.
Dieses Fest geht vermutlich auf Kaiserin Helena, die Mutter des römischen Kaisers Konstantin, zurück. Der Überlieferung nach reiste Helena damals nach Jerusalem, um die heiligen Stätten des Christentums zu besuchen. Sie soll um das Jahr 326 in Jerusalem das Kreuz gefunden haben, an dem Jesus gestorben ist. Ihr Sohn Konstantin erteilte daraufhin den Auftrag, an dem Fundort eine Kirche zu errichten – die heutige Grabeskirche in Jerusalem.
Zum Fest Kreuzerhöhung hat Papst Leo XIV. daran erinnert, dass das Kreuz in der Antike als „eines der grausamsten Tötungsinstrumente, die der Mensch je erfunden hat“, verwendet wurde. Jesus habe jedoch gerade dieses Symbol gewählt, um die Menschheit zu erlösen, indem er es „annahm“ und sich zu „unserem Wegbegleiter“ und „Freund“ machte.
„Segne uns, o heiliges Kreuz! Heiliges Kreuz, segne uns!“
Das Kreuz zu feiern, bedeutet, den Sieg des Lichts über die Finsternis und des Lebens über den Tod zu verkünden.
Wenn wir unseren Blick auf dieses Kreuz richten, finden wir angesichts unseres Leidens eine Quelle des Trostes, die uns daran erinnert, dass jede Prüfung überwunden werden kann.
Die Liturgie lädt uns dazu ein, das Passionsinstrument nicht als Symbol der Trauer zu betrachten, sondern als Instrument der Versöhnung der Menschheit mit dem Himmel. Das Kreuz ist somit der geistliche Leuchtturm, der die Kirche durch die Jahrhunderte führt.
„O Herr, gib mir Ausdauer auf dem königlichen Weg des Kreuzes!“
Wir laden Sie anlässlich dieses schönen Festes ein, für all jene um Gnade zu bitten, die Unterstützung und Trost benötigen.
Im Gebet verbunden,
Fabienne Müller
Allianz Göttliche Barmherzigkeit

