Allianz Göttliche Barmherzigkeit

Heilige Maria Goretti

Es gibt Lebensgeschichten, die man nicht vergessen kann, die uns tief im Herzen berühren. Die folgende gehört dazu:

Heute wird der Gedenktag der Heiligen Maria Goretti gefeiert.

Sie wurde in Italien in einer sehr armen, aber tiefgläubigen Bauernfamilie geboren. Nach dem frühen Tod ihres Vaters, der an Malaria starb, musste ihre Mutter auf den Feldern arbeiten.

Mit nur 11 Jahren übernimmt Maria die Hausarbeit, kümmert sich um ihre Geschwister – und das alles, ohne sich jemals zu beklagen und mit einem strahlenden Glauben. Sie beeindruckt durch ihre geistige Reife und die Reinheit ihrer Seele.

Die Familie Goretti betreibt zusammen mit der Familie Serenelli die landwirtschaftliche Genossenschaft. Der 20-jährige Alessandro Serenelli versucht mehrfach, Maria zu missbrauchen. Angesichts ihrer entschiedenen Ablehnung, die von ihrem Gewissen und ihrem Glauben diktiert wird, greift Alessandro sie am 5. Juli 1902 gewaltsam an.

Sie wird ins Krankenhaus gebracht. Am 6. Juli fragt der Priester sie, bevor sie stirbt, ob sie ihrem Angreifer vergebe.

Ihre Antwort ist eindeutig: „Ja, um Jesu willen vergebe ich ihm. Und ich möchte, dass er mit mir ins Paradies kommt.“

Am 27. April 1947 wurde die „verehrungswürdige Dienerin Gottes“ Maria Goretti von Papst Pius XII. in einer feierlichen Zeremonie seliggesprochen in Anwesenheit ihrer Mutter, aber auch ihres reuigen und bekehrten Mörders.

Möge Maria Goretti, ein Vorbild an Tugend und Selbstaufopferung, uns inspirieren! Und möge sie am himmlischen Thron, wo sie die ewige Seligkeit genießt, durch ihre Fürsprache beim Göttlichen Heiland erwirken, dass wir alle, jeder nach seinen Möglichkeiten, mit Freude, gutem Willen und persönlichem Engagement in ihre gesegneten Fußstapfen treten können!

Lasst uns, ganz nach dem Vorbild der heiligen Maria Goretti, den Mut aufbringen, unserem Glauben treu zu bleiben und Jesus Christus auch in schwierigen Zeiten nachzufolgen.


Im Gebet verbunden,

Fabienne Müller
Allianz Göttliche Barmherzigkeit

„So sehr es uns gefällt, daß andere anerkennen, was wir sagen, ebenso leicht tadeln wir das, was andere sagen.“ Hl. Franz von Sales