Der Barmherzigkeitssonntag wird am nächsten Sonntag, den 28. April, stattfinden.
Er wurde in die Katholische Kirche durch den Papst Johannes Paul II. eingeführt, amTag der Heiligsprechung von Schwester Faustina Kowalska.
Er wurde also zum ersten Mal am 30. April 2001 gefeiert.
In der Kirche Saint Sulpice von Paris wird der Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit jedes Jahr hoch und heilig gefeiert. Dieses Ereignis sammelt ungefähr 2000 Personen.
Ein Bischof zelebriert die heilige Messe, die von einer Predigt und einer Zeit der Anbetung begleitet wird.
Außerdem wird an diesem Tag das Sakrament der Kranken in vielen französischen Kirchgemeinden während der heiligen Messe erteilt.
Ursprünglich…
Schwester Faustina Kowalska, polnische Ordensfrau, ist 1905 geboren und 1938 gestorben. Ihr wurde die Gnade geschenkt, Erscheinungen Jesu Christi zu empfangen. Diese Erscheinungen hat sie in einem Buch registriert, das man « das Tagebuch « nannte. Das Hauptthema dieser Erscheinungen ist die Barmherzigkeit Gottes für die Menschheit.
Laut dieses Tagebuchs hat Unser Herr darum gebeten, ein Fest der Barmherzigkeit einzusetzen.
„Sage, meine Tochter, dass das Fest meiner Barmherzigkeit aus meinem Inneren kam, zum Trost der ganzen Welt…“
( Tagebuch, § 1517)
Er hat auch gewünscht, dass auch eine Novene der Göttlichen Barmherzigkeit gebetet wird.
„Ich wünsche, dass du während dieser neun Tage Seelen zur Quelle meiner Barmherzigkeit hinführst, damit sie Kraft, Trost und allerlei Gnaden schöpfen, die sie für die Mühsal des Lebens benötigen, besonders aber in der Stunde des Todes… Nichts werde ich den Seelen verweigern, die du zur Quelle meiner Barmherzigkeit hinführst.“
(Tagebuch, § 1209)
Eine Novene wird also von Karfreitag bis am Vorabend des Barmherzigkeitssonntag gebetet.
Jesus Christi hat den Menschen etwas Wunderschönes für dieses Fest versprochen. „Jede Seele, die die Beichte ablegt und die heilige Kommunion empfängt, wird Verzeihung der Sünden und Befreiung der zeitlichen Strafen erhalten“. So wird das Fest der Barmherzigkeit auf den gleichen Rang der Taufe erhoben, weil alleine die Taufe die Sünden der Menschen reinwäscht.
„Möge keine Seele sich fürchten, sich mir zu nähern, selbst wenn ihre Sünden rot wie Purpur wären.“
(Tagebuch §699)
Heilige Faustina ist Apostolin der Göttlichen Barmherzigkeit geworden. Sie wurde 1993 selig und 2000 heiliggesprochen.
Sie ist ein Vorbild des Vertrauens in Jesus Christus. Sie ist ein Wegweiser, ein Vorbild und soll in jedem Menschen das Bewusstsein für die unendliche Barmherzigkeit Unseres Herrn stärken.